19 Mai 2006

Kurzer trauriger Blick zurück, hoffnungsvoller nach vorne

Es war ein mieses Frühjahr (dessen Grundstein bereits im Herbst gelegt wurde). Alle Hoffnungen, mit dem neuen Trainer und einer - auch dadurch - hochmotivierten Mannschaft zu einem Höhenflug anzusetzen, wurden spätestens beim ersten Derby 2006 zerstört. Vier Siege, drei Unentschieden, sieben Niederlagen. Das letzte Spiel gegen Ried ausgenommen (da passte die Chancenauswertung jedenfalls wie selten zuvor) schoss RAPID mickrige neun Tore, bekam 15. Der Trainerwechsel erwies sich kurzfristig als größeres Handicap, als er beflügelte.

Doch die vergangene Saison ist abgehakt und mein Blick richtet sich - wie immer frohen Mutes - auf die Mitte Juli beginnende Meisterschaft 2006/2007. Noch immer bin ich der Meinung, dass mit Georg Zellhofer der richtige Mann als Trainer geholt wurde, wenn mich auch einige Geschichten, wie beispielsweise die um Andi Dober, manchmal zweifeln lassen. Ganz sicher ist Zellhofer ein Besessener des Fußballs, der ständig tüftelt, sich weiterbildet und weiß, wie es gehen kann. Möglicherweise hapert es ein wenig im Umgang mit den Spielern, die er nicht selbst ausgewählt hat und die nicht in sein Konzept passen. Schade, wenn es sich dabei gerade um einen oder mehrere der wenigen jungen RAPIDler handelt, die unser Verein aus dem eigenen Nachwuchs hervorgebracht hat.

Sensationelles Frühjahr der RAPID Amateure

Apropos Nachwuchs: Die zum überwiegenden Teil aus Nachwuchsspielern bestehende Mannschaft unserer Amateure steht kurz vor dem größten Erfolg der RAPID-Amateurgeschichte. Der Meistertitel in der Wienerliga ist greifbar nahe. Als Lohn winkt die größere sportliche Herausforderung in der Ostliga mit einigen kleinen Wiener Derbys gegen die Vienna und den Sportklub. Einem sehr gutem Herbst folgte eine bisher sensationelle Frühjahrssaison, in der bis dato nicht weniger als 10 von 11 Spielen gewonnen wurden und nur einmal die Punkte geteilt werden mussten. Tordifferenz dabei: plus 31. 37 mal getroffen und nur sechs Gegentore erhalten. Kompliment.

12 April 2006

Unglückliche Niederlage in Pasching

Es hat nicht sein sollen. RAPID kommt einfach nicht in Fahrt. In Pasching behält die Truppe von Constantini glücklich die Oberhand. Eine Unaufmerksamkeit in unserer Abwehr wurde eiskalt ausgenützt und RAPID verliert endgültig den Anschluss an die Europacupplätze für die kommende Saison.

Das Bemühen unserer Mannschaft war deutlich zu spüren und konnte auch in eine Feldüberlegenheit umgesetzt werden, doch insgesamt blieb Grün-Weiß über 90 Minuten viel zu harmlos um den so wichtigen Sieg einzufahren.

Als letzte Hoffnung im Herbst international vertreten zu sein, bleibt momentan nur der UI-Cup. Bis dahin sollte eine schlagkräftige Mannschaft stehen.

11 April 2006

Schwere Zeiten

Das Spiel der RAPID war im Frühjahr leider kaum herzerfrischend. Die Formkrise einzelner Spieler sowie der Umstand, dass sich die "neue" Mannschaft noch nicht so recht gefunden zu haben scheint, gepaart mit einem sensationellen Negativlauf, der sich verselbständigte und die einfachsten Passes misslingen ließ, führten in die "Rue de la gack". Den ersten Schritt aus dieser gelang vergangenen Samstag zuhause gegen Tirol (erst unser zweites echtes Heimspiel - von 10 Pflichtspielen - in diesem Jahr).

Nun geht es mit Pasching gegen einen direkten Konkurrenten, der ebenso einen Lauf hat - allerdings konträr zu unserem total erfolgreich und mit dem nötigen Glück in den entscheidenden Situationen. Obwohl RAPID noch schwächelt und Pasching klarer Favorit sein mag, bin ich fest davon überzeugt, dass wir Dienstag Abend unseren zweiten Sieg im Waldstadion feiern werden. Und dann sieht es im Kampf um Platz drei und der damit verbundenen fixen Qualifikation für einen UEFA-Cup-Startplatz wieder besser aus.

27 März 2006

Amateure Spitze - RAPID im Tief

Nachdem vergangenen Samstag unsere Amateure in einem ihrer weniger guten Spielen (dennoch) sicher 2:0 gegen den FavAC gewonnen hatten (Torschützen Jusic und Nikic), manövrierte sich sie Erste wenig später in der Südstadt gegen die Admira tiefer in die Krise.

Gegen den Tabellenletzten kassierten wir bereits in den ersten 11 Minuten zwei Tore und steigerten uns anschließend in eine schmerzhafte Spielnüchternheit (umgekehrter Spielrausch). Die einfachsten Dinge misslangen und die Unsicherheit in der Mannschaft war deutlich zu spüren. Dem absoluten Siegeswillen der Admira hatten die Unseren wenig entgegenzusetzen. Wie gelähmt reagierte die Mannschaft auf den Rückstand, Selbstbewußtsein und Einsatzbereitschaft lagen in Ketten. So weh es tat, meine hilflose RAPID gegen die Südstädter ins Verderben laufen zu sehen, wurde mein Schmerz von einigen sogennanten RAPID-Anhängern noch gesteigert. Bald weiß ich nicht mehr, wo ich in einem Stadion vor beleidigenden Kommentaren bis hin zu wüsten Beschimpfungen der eigenen Spieler fliehen soll. Freilich, RAPID zeigte eine beschämende Leistung. Ich war einige Male den Tränen nahe, mir ist aber in keinem Augenblick auch nur der Gedanke gekommen, einen Spieler zu beschimpfen.

RAPID ist mein Verein und ich werde immer zur Mannschaft stehen, vor allem auch dann, wenn es nicht so gut läuft.

16 März 2006

Mit Kantersieg zur Tabellenführung

Bei überraschend guten Bodenverhältnissen in Wiener Neudorf zeigten sich unsere Amateure in Torlaune. Mit 6:0 schickten Bichelhuber, Kurtisi, Nikic und Co. Wienerberger nachhause. Mit dem bislang höchsten Sieg besserte unser Team nicht nur das Torverhältnis auf, sondern übernahm zudem die Tabellenführung von Rennweg, das nun mit einem Punkt und einem Spiel weniger auf Rang zwei liegt (Nachtrag gegen Simmering steht noch aus).

Zur Pause war es trotz einer Fülle von Torchancen nach Toren von Bichelhuber und Kurtisi "nur" 2:0 gestanden. Ein Doppelschlag kurz nach dem Wechsel (Nikic und Kurtisi) und einer nach rund einer Stunde (Klemen und nochmals Bichelhuber) brachten den zweiten vollen Erfolg im zweiten Frühjahrsspiel.

Nächster Gegner ist kommenden Sonntag Essling. Diese Auswärtspartie (geplanter Anpfiff 16:00 Uhr) scheint aber aufgrund des hartnäckigen Winters und dementsprechender Platzverhältnisse keinesfalls gesichert.

Toto-Cup Achtelfinale

Im Achtelfinale des Toto-Cup heißt unser Gegner am 29. März Wienerfeld. Der Oberligaklub liegt in der Meisterschaft hinter dem überlegenen Tabellenführer Helfort auf Platz zwei der Oberliga A.

12 März 2006

Leistungszenit auch in Ried unerreicht

Torlos endete unsere Partie gegen die zuhause seit langem ungeschlagenen Rieder. Für die Ambitionen, einen internationalen Startplatz zu ergattern, zu wenig, als Ausbeute gegen eines der heimstärksten Teams durchaus zufriedenstellend.

Zwei große Torchancen fand unsere Mannschaft in Oberösterreich vor. In beiden Fällen war es der immer stärker werdende Garics, dem ein Torerfolg knapp versagt blieb. Kurz nach der Pause fischte Berger einen Kopfball unseres U-21 Kapitäns aus der Ecke, kurz vor Schluss verfehlte der endlich im Mittelfeld eingesetzte Garics eine Hereingabe alleine vor dem Tor um einen Hauch.

RAPID begann flüssig kombinierend, doch das spielerische Element bleibt wohl einer der wesentlichen Punkte, bei denen Verbesserungsbedarf besteht. Positiv ist zu bewerten, dass in der Vergangenheit schon besser in Form befindliche RAPID-Mannschaften wesentlich schlechter gegen die zweikampfstarken Rieder aussahen.

08 März 2006

RAPID zittert sich ins Cup-Viertelfinale

Eigentlich wie erwartet eng wurde es für RAPID im Achtelfinale des ÖFB-Cup in Lustenau. Akagündüz brachte uns in der 26. Minute in Führung, doch zwei Minuten vor Schluss glich der Zweitligaklub zum 1:1 aus. Nach einer torlosen Verlängerung fiel die Entscheidung also im Elfmeterschießen. Dieses Glücksspiel entschieden Bazina (0:1), Martinez (1:2), Garics (2:3) und Hlinka zum 2:4.

Samstags geht es mit der Auslosung des Viertelfinales weiter, tags darauf wartet auswärts in Ried die nächste Bewährungsprobe für unsere Mannschaft.

06 März 2006

Unsere Erste kommt nicht auf Touren - Schlappe gegen die Veilchen

Nach wie vor im Winterschlaf befindet sich hingegen unsere Bundesligamannschaft. Schwächen in der Verteidigung, holpriger Spielaufbau und ein harmloser Sturm ließen RAPID im Derby gegen eine keinesfalls überragende Austria schlecht aussehen. Ohne wirkliche Torchance setze es ein schmerzhaftes 0:3. Damit wurde wohl auch die letzte Chance auf eine erfolgreiche Titelverteidigung zu Grabe getragen.

Amateure starten erfolgreich ins Frühjahr

Ganz anders als unserer ersten Mannschaft gelang den RAPID Amateuren ein guter Start in die Frühjahrssaison. Trotz einiger Ausfälle (Schreiner, Schaden, Kurtisi verletzt) drehten die Grün-Weißen eine bereits verloren geglaubte Partie beim Post SV. Bei starkem Schneefall, der eigentlich zu irregulären Bedingungen führte, kämpften sich die Amateure nach schwacher ersten Halbzeit und 0:1 Rückstand zurück und holten schlussendlich drei Punkte.

War in den ersten 45 Minuten Post noch die Mannschaft mit den besseren Torchancen, gelang dem Aufsteiger erst nach der Pause die Führung. Doch spätestens ab diesem Zeitpunkt zeigte unsere junge Mannschaft Charakter und fightete zurück. In einer emotionell geführten Partie bewahrte unser Team die Nerven, verlor nicht die Geduld und vor allem nicht den Glauben an die eigenen Stärken. Daran änderte auch ein nicht gegebener Elfmeter nach Foul an Nikic nichts. 18 Minuten vor Schluss gelang Klemen der Ausgleich, zwei Minuten vor dem Ende landete ein Freistoß des sehr agilen Bichelhuber via Stange und Bein des Post-Torhüters zum viel umjubelten Siegestreffers in den Maschen.

Da Simmering gegen Ostbahn mit 0:1 unterlag, überholten die Amateure die Ogris-Elf und rangieren 14 Runden vor Schluss zwei Punkte hinter dem sensationellen Aufsteiger Rennweg auf dem zweiten Tabellenrang.

26 Februar 2006

Beschämende Auswärtsniederlage beim GAK

Ideenlos, harmlos, vor allem aber ohne Biss und Aggressivität: RAPID ging beim GAK sang- und klanglos 1:3 unter. Führten wir nach 45 Minuten noch glücklich durch ein Tor von Marek Kincl, blieben wir in der zweiten Halbzeit ohne jede Chance. Gegen das aggressive Spiel der Grazer, die über den Kampf auch zum Spiel fanden, gab es keinerlei Aufbäumen. Eine Woche vor dem Wiener Derby bot RAPID gegen einen direkten Konkurrenten um einen internationalen Startplatz eine beschämende Leistung.

20 Februar 2006

Zufrieden mit dem Frühjahrsauftakt

Das erste Meisterschaftsspiel im neuen Kalenderjahr brachte nicht nur Erfreuliches. Ich mag das Happel-Stadion nicht und selbst wenn wir dort bereits einige große Erfolge feiern durften, fahre ich nur ungern in den Prater. Lange Zeit tat sich unsere Mannschaft außerordentlich schwer, die Mattersburger unter Kontrolle zu halten bzw. selbst offensiv aktiv zu werden. Spielerisch dürfen wir uns im Frühjahr sicherlich noch viel mehr erwarten. Aber es war nun einmal das erste Spiel und nach einschneidenden Veränderungen im Kader und auf der Bank muss man mit der Mannschaft und auch den Trainern einfach etwas mehr Geduld haben. Ich finde, sie haben ihre Sache ganz ordentlich gemacht und vor allem haben sie die wichtigen drei Punkte geholt.

18 Februar 2006

Remis im Test gegen Schwadorf

Mit unerwarteter Aufstellung testeten unsere Amateure gegen den Landesligisten Schwadorf. So war von den Neuverpflichtungen nur Martin Schaden in der Startelf, fehlten neben Jusic und Radanovic auch Schreiner und Lukse (wahrscheinlich nimmt er heute abend gegen Mattersburg auf der Bank Platz). Mit dabei allerdings Tosun, Schrammel, Kavlak und auch Roman Kienast.

Die Mannschaft von Schwadorf, die das Spiel verbissen führte, ging in der ersten Hälfte nach einem Freistoß, bei dem unsere Verteidigung einen Gegner ungehindert köpfeln ließ, in Führung und trotz einiger großen Chancen gelang den Amateuren in der zweiten Halbzeit nur noch der Ausgleich durch einen Weitschuss von Kavlak.

Bei guten Bedingungen am Kunstrasenplatz von Wienerberger war unserer Mannschaft deutlich anzumerken, dass sie in dieser Besetzung ganz schwach eingespielt ist. Spielerisch hatten die Schwadorfer, die mit Oliver Lederer und Thomas Zingler zwei ehemalige RAPID-Profis in ihren Reihen haben, die besseren Momente.

17 Januar 2006

Hallenturnier: Amateure scheitern im Viertelfinale

Wie im Vorjahr scheiterten die RAPID Amateure beim Wienerliga-Hallenturnier in der Hopsagasse bereits im Viertelfinale. Die fulminante Abschlusspartie in der Gruppenphase schien unserer Mannschaft für die erste k.o.-Partie nicht gut getan zu haben. Einem spielerischen leicht erreichten 10:0 gegen Fortuna 05 folgte gegen Post mit 2:3 eine herbe Enttäuschung. Ging gegen Fortuna noch alles auf, gelang gegen die kämpferische Mannschaft von Post fast gar nichts. Mal wurde der Ball zu lange gehalten, dann wieder war ein Abspiel zu ungenau und in der Verteidigung leistete man sich so manchen Schnitzer. Unterm Strich bedeutete die recht schwache Vorstellung das Aus im Viertelfinale.

10 Januar 2006

Auftaktsieg der Amateure in der Hopsagasse

Beim 29. Hallenturnier des Wiener Fußball Verbands gewannen unsere Amateure den Auftakt in ihrer Gruppe D gegen Wienerberger 4:1. Nach 0:1 Rückstand drehten Tore von Radanovic, Kurtisi, Bichelhuber und Freiberger die Partie.
Alles in allem war es ein schwacher Tag in der Hopsagasse. Spielerisch konnte keine Mannschaft überzeugen, was sicherlich mit offensichtlichen Technikmängeln zusammenhängt. Wahrscheinlich werden sich die Spieler aber im Laufe der Woche besser auf die Bedingungen in der Halle einstellen und es bleibt zu hoffen, dass damit die Spiele auch an Eleganz gewinnen.

29. Hallenturnier des WFV

30 Dezember 2005

Trotz mancher Misstöne: 2005 war ein tolles Jahr für RAPID

Der einunddreißigste Meistertitel war das überragende Ereignis im nunmehr zu Ende gehenden Jahr 2005. Nach neun langen Jahren durfte die RAPID-Familie endlich wieder den Gewinn der Meisterschaft feiern. Damit verbunden war außerdem die Teilnahme an der Qualifikation zur Champions League, die nach zwei spannenden Duellen mit Lok Moskau glücklicherweise erreicht wurde. Darüber hinaus beendete unsere Mannschaft eine elende Serie gegen den Klub aus Favoriten. Zwei Derbysiege im Herbst trösten so manchen über das eine oder andere Ärgernis in Hütteldorf hinweg.

Ärgernisse gab es trotz der tollen Erfolge nämlich eine ganze Reihe. Recht harmlos waren noch die verschenkten Partien am Ende der vergangenen Saison, als wir schon als Meister feststanden. Leider fanden wir dann aber im Cupfinale nicht mehr zu meisterlicher Stärke zurück. Schlimmer schon, dass wir den Nimbus der Festung St. Hanappi einbüßten und im Herbst gleich vier Heimniederlagen hinnehmen mussten. Leider machte der Erfolg unser Team nicht unbedingt stärker. Die mannschaftliche Geschlossenheit ging etwas verloren und ich hatte des öfteren den Eindruck, dass unsere Spieler nicht mehr mit dem ganzen Herzen bei der Sache sind und den Biss für die Titelverteidigung vermissen lassen.
Schade, dass die internationalen Bewährungsproben in der Gruppe A der Champions League, zumindest was die Ergebnisse betrifft, allesamt in die Hose gingen

Aber den echten Horror bereiteten uns 2005 der ÖFB-Präsident Friedrich Stickler, sowie die Versuche anderer Vereine, unsere beiden besten Kreativspieler abzuwerben. Stickler verkündete stolz, Steffen Hofmann werde künftig für Österreich spielen. Die FIFA-Statuten ließen das aber nicht zu und unser Kapitän fand sich statt im Teamdress in einem Formtief wieder. Einen Tag vor dem ersten Auswärtsspiel der Champions League bei Juventus, verkündete Stickler ohne vorher mit der RAPID-Führung gesprochen zu haben, unser Trainer werde neuer Teamchef. Hickersberger selbst bestätigte, dass ihm von diesem Zeitpunkt an der Zugang zur Mannschaft erschwert war.
Die Krönung der Geschmacklosigkeiten besorgt nun der neureiche Klub aus Salzburg. Einen Tag vor dem letzten Spiel dieses Jahres gegen eben jenen Klub, der auf Traditionen spuckt, köderte dessen Trainer Andi Ivanschitz. Der schwieg zu aufkommenden Wechselgerüchten, spielte zwanzig Minuten lang einen Topfen (wie der Rest der Mannschaft) und ließ sich dann wegen Schmerzen in der Zehe auswechseln. Dieser Andreas Ivanschitz ließ nun via Kurier ausrichten, er wäre mit Red Bull einig, hoffe nun auf eine Einigung der Klubs und darauf, bereits im Jänner in Salzburg das Training aufnehmen zu können. Sollte das tatsächlich der Wunsch von Ivanschitz sein, halte ich gar nichts davon, ihm Steine in den Weg zu legen. Ordentlich Ablöse kassieren und den "Jungstar" dorthin ziehen lassen, wo der Pfeffer wächst, wäre der einzig gangbare Weg. Jemand, der nicht von ganzem Herzen das Beste mit RAPID erreichen möchte, schadet dem Verein.

Für das kommende Jahr wünsche ich mir, dass mit dem neuen Trainer, Georg Zellhofer, die Leidenschaft neu belebt wird, unser Defensivverhalten meisterlich wird und unsere Spieler das Beste aus sich herausholen. Sollte es am Ende nicht für den Platz ganz oben reichen, werde ich mich auch nicht grämen, wenn nur unsere Mannschaft so auftritt, wie es einer RAPID würdig ist. Mit Einsatz, Herz und Leidenschaft, sowie mit dem unbedingten Willen die grün-weißen Farben hochzuhalten.

26 September 2005

Stronach-Marionetten wollen Chaos bei RAPID stiften

Die Präsidentenkonferenz der Bundesliga - eine Partie von Herren, die schon all zu lange nach der Pfeife des Franz Strohsack tanzen - nutzte ihre Zusammenkunft in Oberwaltersdorf, um mit einem Beschluss Unruhe in unseren Verein zu bringen. Gemeinsam mit einem Menschen, der sich zu fein ist, mit einem wie Hans Krankl zusammen zu arbeiten, ist ihnen das perfekt gelungen. Denn Friedrich Stickler, Präsident des ÖFB, verlautbarte heute nicht nur, dass Hans Krankl als Teamchef Geschichte sei, sondern präsentierte mit unserem Trainer Josef Hickersberger auch gleich einen Nachfolger.

Stickler, der auf das Drängen Krankls nach einer raschen Entscheidung in der Teamchef-Frage vor ein paar Wochen mit Enttäuschung auf Krankls Alleingang reagierte, hatte ausdrücklich darauf bestanden, diese Frage erst nach Ende der WM-Qualifikation entscheiden zu wollen. Denn es herrsche keinerlei Zeitdruck.
Nun macht aber genau dieser Stickler Druck und setzt zu einem Solo an, das wohl als Angriff unter der Gürtellinie gesehen werden muss. Erst verkündet er vor der Zeit, dass der Vertrag mit Krankl nicht verlängert werde und nur wenig später erklärt er Josef Hickersberger zum designierten Teamchef. Einen Tag, bevor RAPID zum wichtigen Spiel in Turin antritt, in einer Phase der Meisterschaft, in der sich entscheiden wird, ob RAPID weiterhin um den Titel mitspielen wird, trägt der ÖFB-Präsident Unruhe in unseren Verein.

Ist der Zeitpunkt ein zufälliger? Wohl kaum. Franz Strohsack ist im Land und da bot sich Gelegenheit, eben die oben genannte Präsidentenkonferenz abzuhalten. Die Termine der Bundesliga werden nämlich keinesfalls nach Notwendigkeit terminiert, sondern vom Sekretariat des die meiste Zeit in Kanada weilenden Millionärs bestimmt. Und weil bei diesen Zusammenkünften - ganz demokratisch wie es sich für ein Land wie Österreich gehört - die Wünsche des Herrn Strohsack (ein Fußballkenner und selbstloser Menschenfreund) beschlossen werden, haben wir jetzt das Schlamassel: Die Bundesliga beschließt eben Stronachs Wunsch und Stickler (der Glücksspiel-Industrie zugehörig) setzt alles auf eine Karte, um sich doch noch als ÖFB-Präsident zu profilieren und übernimmt diesen Beschluss.

Ganz wohl scheint ihm dabei zwar nicht zumute gewesen zu sein und in einem Interview in der ZIB 2 klingt so etwas wie Bedauern für den Zeitpunkt der Bekanntgabe dieser folgenschweren Entscheidung durch. Scheint so, als hätte Stronach nicht nur die Klubpräsidenten in der Hand, sondern auch jenen des ÖFB.

20 September 2005

Drei greifbare Punkte futsch

Wir hätten so dringend einen Sieg gebraucht. Drei Punkte schienen gegen Sturm fast jederzeit möglich. Warum zeigte der Mann, den sie Unparteiischen nennen, auf den Elfmeterpunkt anstatt Filipovic die Gelbe? Für die Schwalbe des Serben/Kroaten/Bosnier - kenn seine Nationalität ja nicht genau - hätte diesem die Karte gebürt und nicht das Tor.

Exkurs
: Ich habe höchsten Respekt vor Serben/Kroaten/Bosniern/Slowenen/Mazedoniern und allen Menschen, die im ehemaligen Yugoslawien ihre Heimat hatten. Ebenso habe ich diese Achtung vor allen anderen Menschen, egal woher sie stammen. Nur auf Arschlöcher, egal woher sie kommen, bin ich böse. Eigentlich sollte es beim Fußball keine Rolle spielen, woher der Gefoulte stammt und woher derjenige kommt, der die Sense auspackte. Also was soll der Schas?

Ganz richtig! Dies ist mir wichtig. Viel wichtiger noch als ein Ergebnis für meine RAPID.

Dass das Ergenis gegen Sturm nicht passte, ist zu einem gewissen Teil auch auf Krassnitzer aus Kärnten zurückzuführen. Der Elfer gegen uns war blanker Hohn. Eigentlich hätte der Fallende für seine Einlage Gelb sehen müssen. Ich verstehe Hicke, wenn er fallweise auszuckt. Ohnmächtig ausgeliefert bleibt einem nur die Narretei.


War ein gutes Spiel von uns. Wäre mehr drinnen gewesen als der eine Punkt, der uns zwar am Leben hält, aber nicht wirklich weiter hilft. Die Leistung der Mannschaft lässt sich allerdings sehen und durchaus die Hoffnung am Leben, RAPID bleibt RAPID.

18 September 2005

Knapper aber verdienter Sieg über Landhaus

Gegen die vor allem in der ersten Halbzeit gut mitspielenden Gäste von Landhaus war es bis zum Schluss eine knappe Partie. Erst zehn Minuten vor Schluss erlöste uns Ümit Korkmaz mit dem durchaus verdienten Siegestreffer. Verdient aufgrund vieler - die meisten in der zweiten Hälfte - herausgespielter Torchancen. Landhaus mobilisierte nach dem Rückstand alle Offensivkräfte, brachte unsere Hintermannschaft einige Male durchaus in Bedrängnis, musste schlussendlich aber tor- und punktelos aus Wiener Neudorf abfahren.

Die Amateure liegen nun mit 12 Punken aus fünf Spielen hinter Simmering (13/15) an zweiter Stelle der Tabelle. Dicht gefolgt von Stadlau (10/15), unserem Gegner am kommenden Samstag, und Donaufeld (10/15).

17 September 2005

Schwarzer Abend in St. Hanappi

Riesenenttäuschung gegen den Tabellenletzten. RAPID schaffte es leider nicht den grauslichen Südstädtern wenigstens ein Tor zu machen und musste sich schlussendlich gar mit 0:1 geschlagen geben.

Dabei schien RAPID spielerisch der Admira haushoch überlegen. Allzu oft packte die iranische Millionentruppe ob diesbezüglicher Unterlegenheit die Sense aus, was Schiedsrichter Hofmann nur halbherzig ahndete. So blieb ein Mörderfoul von Wimmer an Ivanschitz völlig ungestraft. Aber die Leistung eines Schiedsrichters muss ohnedies als unbeeinflussbar vernachlässigt werden. RAPID wurde letztes Jahr sicherlich auch trotz mäßiger Schwarzer Meister.
Für unsere schwächelnden Angriffsbemühungen gegen die Admira war unsere Meistermannschaft ganz alleine verantwortlich. Hohe Bälle waren eine Freude für den starken Akoto und auch flach lief nichts Richtung Admira-Tor.
Dennoch war ich die ganze Zeit über sicher, dass wir die Unnötigen ohne Punkt aus St. Hanappi nach Hause entlassen würden. Doch ein glückliches Tor für Admira auf der einen Seite und das klägliche Vergeben der wenigen guten Chancen auf der anderen besiegelten die bereits dritte Heimniederlage in der noch jungen Saision. Die Festung St. Hanappi fiel schon wieder. Für mich wesentlich bitterer als die nicht völlig unerwartete Niederlage gegen den Weißwurstklub. Scheiß auf die Champions League. Die Meisterschaft ist es, die mich Woche um Woche beschäftigt und gerade zu einem Zeitpunkt, bei dem wir eine Serie hätten starten sollen, gegen den Letzen in zwei Runden fünf Punkte zu verlieren ist mehr als bitter.

16 September 2005

Mit Vollgas gegen die Admira

Kaum war die Partie gegen die Bayern abgepfiffen, stellte sich bei mir irrsinnig große Vorfreude auf die morgige Partie gegen die Admira ein. Endlich wieder zuhause spielen, denn immerhin fast einen Monat ist es her, dass wir in unserem bislang letzten Heimspiel Mattersburg zu Gast hatten.
Endlich wieder Gelegenheit, auch in der Meisterschaft zu zeigen, dass wir die beste, schönste und sympathieschte Mannschaft Österreichs sind. Mit der Admira haben wir noch einige Rechnungen offen. Diesmal wird sie bezahlen.